Hast du das Hohelied Salomos gelesen?

Höre diesen Song auf Streamingplattform:

Amazon

Apple Music

Deezer

Spotify

YouTube Music

Erotisch. Sinnlich. Zärtlich.

Die Sprache ist poetisch und sehr bildhaft.

Der Text zu „Ich suchte dich“ ist dem nachempfunden.

Der Bräutigam sucht seine Braut, in der Stille der Stunden, im Licht jeder Tür. Er sehnt sich danach sie zu finden, irgendwo muss sie doch sein. Er verzehrt sich vor Sehnsucht. Sie suchende Seele kommt ihr näher und näher mit jedem Schritt. Wann endlich?!

In ihrem Herzen ist sein Name eingewoben, der Klang des Namens wird vom Wind durch die Nächte getragen, mit dem Ruf: Wo bist du? Dann kommt er, durch die Gärten der Zeit, durch den Tau des Morgens und erkennt das ist sie die eine! Meine Seele kennt deine. Er wählt sie.

„Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz“, diese berühmte Zeile steht im Kapitel 8. Sie symbolisiert eine tiefe und leidenschaftliche Liebe, die ihre Hingabe, mit einem Bund der Herzen besiegelt.

Ihre Intensität ist „stark wie der Tod“. Sie ist unwiderstehlich. Ein Geschenk Gottes. Auch körperliche Liebe und Erotik sind von Gott gewollt und dürfen gelebt werden. Sehnsucht und Leidenschaft sind tiefe menschliche Erfahrungen.

Kein Wasser kann sie ertränken, kein Wind ihr Feuer löschen. Gott schenkt Liebe und er wacht als der Schöpfer und Gebende darüber, wenn die Liebenden es wollen.

Salomo war kein Kostverächter. Er feierte die körperliche Liebe und Erotik, die durchaus von Gott gewollt ist. Aber Salomo schlug in seinem Rausch über die Stränge, er konnte nicht genug bekommen und hatte einen riesigen Harem von 700 Hauptfrauen und 300 Nebenfrauen. Treue war nicht seine Stärke. Er nahm sich was immer es begehrte. So hatte Gott das nicht gedacht. Mann und Frau. Nicht Mann und Frauen ohne Ende.

Die Vielweiberei wurde Salomo zum Verhängnis, denn sie bedeutete auch Vielgötterei. Salomo fiel vom Glauben ab, sein Reich ging unter.

Sich an den einen wahren, lebendigen Gott zu halten ist segensreich. Deshalb das Gebet und Versprechen am Ende:

Gott wir wollen einander ganz gehören, wir versprechen uns einander, das hat aber nur Bestand, wenn du Gott, unsere Herzen verbindest. Wir brauchen dich. Wir haben es nicht unter Kontrolle, deshalb: Schenk uns deinen Segen. Deine Gunst, dein Lächeln, deinen Schutz und Rat. Für jedes Wort und jede Tat.

Lass mich deinem Herzen nahe sein, so wie der Siegelring auf deiner Brust. Ich will einzigartig für dich bleiben, so wie der Siegelreif um deinen Arm. Unüberwindlich wie der Tod, so ist die Liebe, und ihre Leidenschaft so unentrinnbar wie das Totenreich! Wen die Liebe erfasst hat, der kennt ihr Feuer: Sie ist eine Flamme des HERRN!
Hohelied 8, 6-7  (HFA)

Das Hohelied ist eine Sammlung von Liebesliedern und Gedichten, die die Liebe zwischen zwei Menschen feiert. Der Geliebten und dem Hirten. Voller intensiver Natur- und Gartenmetaphern.

Es symbolisiert die Liebe Gottes zu seinem Volk und im christlichen Kontext den Liebesbund den Gott mit seiner Gemeinde schloss, die als Braut bezeichnet wird.

Autor: Gabriele Waechter
KI-Bilder: https://www.bing.com/images/create/