Psalm 59 – Machtvoll und kraftvoll

Gottes Wahrheit macht frei, sie bindet nicht, sie lähmt nicht.

Jahrelang war ich nicht mehr auf Facebook. Ich fand keine Zeit, die Pflegesituation war so intensiv. Kürzlich bin ich aus Neugier einem Impuls gefolgt und habe die App auf dem Handy geöffnet. Die ersten Tage war es interessant, die Posts von den Menschen zu sehen, mit denen ich früher Kontakt hatte. Ein leeres Gefäß in mir wollte gefüllt werden. Ich sog es auf.

Es mischten sich natürlich schnell andere Beiträge darunter. Immer und immer wieder öffnete ich die App wie eine Türe und ich ging hinein in eine andere Welt.

Diese Welt wurde immer negativer, problembeladener, auch manipulativer. Kaum lösungsorientiert. Eine Schwere machte sich breit, die Facebook Inhalte zogen mich mehr und mehr herunter. Bis sie mich innerlich lähmten, sie begannen mein Denken zu bestimmen und meine Gefühle umzupolen. Ich verlor meine Zuversicht, fühlte mich so hilflos angesichts der vielen Probleme, die dort geschildert wurden. Ich wurde pessimistischer, frustrierter, wütender.

Es ist schon eine Herausforderung konstruktiv auf die Probleme im nahen Umfeld einzugehen, aber jetzt prasselten Probleme der ganzen Welt auf mich ein. Ohnmacht machte sich breit. Die Welle der Nöte überrollte und verschlang mich.

Facebook zog mich an, doch die Inhalte versauten mir meine Stimmung, meinen Tag. Die Lust am Leben schrumpfte. Am Ende war ich „voll und gleichzeitig leer“, mir wurde Energie geraubt und ich hatte vergessen mich an meine „Ladestation“ zu hängen. Statt Zeit mit Gottes Wort und mit ihm zu verbringen, was mich regelmäßig aufbaute, schaute ich mir die Facebook Inhalte an.

Die Fakten dort entsprechen nicht der Wahrheit Gottes. Gottes Wahrheit macht frei, sie bindet nicht, sie lähmt nicht. Auf Facebook werden wir ständig mit den Grenzen und dem Fehlverhalten von Menschen und Organisationen konfrontiert. Sachlich, aber auch sehr emotional. Mitunter mit Absolutheitsanspruch oder auch als Fake.

Es ist sehr hoffnungslos. Was können wir schon tun? Und wenn wir was tun können, dann kostet es uns unendlich viel Kraft, werden wir es schaffen, wird es sich lohnen? Ich war entmutigt. Das Ganze fing an mich wie ein Sauerteig zu durchsetzen.

Ich hatte völlig vergessen, dass ich den Schöpfer des Universums kenne, dessen Taten machtvoll und kraftvoll sind. Ich hatte vergessen, dass er für mich und für alle aktiv werden kann und will, dass niemand allein gegen die Ungerechtigkeit der Welt antreten muss, dass niemand allein durch Krisen und Schwierigkeiten gehen muss. Wenn wir keine Lösung haben, können wir uns an ihn wenden und seinen Rat und Beistand holen.

Ich hatte die falsche Quelle angezapft. Sie hatte kein frisches Quellwasser, sondern das Wasser war verunreinigt mit gärenden Substanzen, die krank machen.

Ich aber singe von deiner Macht. Psalm 59, 17a (HFA)

– Habe ich heute gelesen.

Mir fiel das Lied ein, dass wir vor ein paar Wochen veröffentlicht hatten. Ich sang den Refrain 2mal, und was soll ich sagen, ich fühlte mich befreit. Meine Seele war wieder richtig verbunden.

Du bist machtvoll, du handelst kraftvoll. Prachtvoll und herrlich bist du.
Deine Stärke, deine Werke sind unvergleichlich. Unbeschreiblich. Gott über allem stehst du. Es tat mir sehr sehr gut, mich daran zu erinnern. Hör doch mal rein.

Denn du bist für mich zum sicheren Ort geworden, ja, ein Zufluchtsort am Tag meiner Not. Du, meine Stärke, für dich will ich musizieren, denn du bist Gott, mein sicherer Ort, der Gott, der mir seine Güte schenkt.
Psalm 59, 17+18 (Das Buch)

Amazon Music – Machtvoll und kraftvoll

Apple Music – Machtvoll und kraftvoll

Deezer – Machtvoll und kraftvoll

Spotify – Machtvoll und kraftvoll

 

Autor: Gabriele Waechter
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