Das Band deiner Liebe

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Schmetterlinge. Mein Herz geht auf, wenn zwei im sanften Wind miteinander tanzen. So schön zu sehen. Sie sind so zart und leicht. Sorglos vergnügt flattern sie umher und zeigen ihre Farbenpracht.

Leider sind sie sehr kurzlebige Lebewesen. Ein paar Tage, vielleicht Wochen, dann sind sie weg.

Auch die Schmetterlinge im Bauch verschwinden. Langsam wird aus der Illusion, aus dem Traum Alltag. Der Partner, die Partnerin wird vertrauter. Der Reiz des Neuen verschwindet.

Verliebtheit geht. Manch einer fällt wie aus allen Wolken. Die erste Krise ist da. Man will die Verliebtheit halten, doch es geht nicht. Alles hat seine Zeit. Jetzt ist es Zeit für die Liebe.

Während Verliebtheit geschieht und wie ein Feuerwerk sein kann, ist die Liebe sanft und stabil wie eine Knospe, die aufspringt und sich langsam mit all ihrer Schönheit entfaltet. Vorausgesetzt sie bekommt genügend Wasser.

„Zwei haben es besser als einer allein, denn zusammen können sie mehr erreichen. 
Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Doch wie schlecht steht es um den, der allein ist, wenn er hinfällt! Niemand ist da, der ihm wieder aufhilft! Wenn zwei in der Kälte zusammenliegen, wärmt einer den anderen,
doch wie soll einer allein warm werden? Einer kann leicht überwältigt werden,
doch zwei sind dem Angriff gewachsen.  Man sagt ja auch: »Ein Seil aus drei Schnüren reißt nicht so schnell!“
Prediger 4, 9-12 (HFA)

Du und ich. Zwei, die auf ihre menschlichen Fähigkeiten setzen, werden genau so weit kommen, wie ihre Kräfte, Fähigkeiten, Ressourcen, … reichen. Viele Beziehungen scheitern deshalb. Man kann sich in die Augen schauen, die Hände reichen und dann doch nicht die Kraft haben, diese Hände zu halten in Krisen oder in der Langeweile. Oft, sehr oft stößt man im Alltag an Grenzen, dann ist es gut jemanden an der Seite zu haben, der der Ratgeber schlechthin genannt wird. Jemand dessen Arm länger ist als der eigene, der unbegrenzte Möglichkeiten und Erfahrung in der Liebe hat, weil er sie erfunden und vorgelebt hat. Dieser Jemand ist Gott.

Du und ich und Jesus. Jesus, du und ich. Diese dreifache Schnur reißt nicht entzwei.

Wenn Jesus, die Hände umfassen darf, die partnerschaftlich ineinander liegen, dann kann die Beziehung ein Leben lang halten. Vorausgesetzt, Jesus ist und bleibt der verbindende Mittelpunkt der Beziehung.
Wird er aber von einem der beiden zurückgewiesen, wird die Beziehung nicht standhalten. Es ist die DREI-fache Schnur, die hält.

Jesus liebt mit einer Liebe, die über den Tod hinaus geht. Wenn wir seine Liebe annehmen und sie in uns sein darf, dann können wir ein Leben lang daraus schöpfen, für uns selbst nehmen und wir können sie weitergeben. An alle Menschen die uns begegnen. Und auch an Gott, der sich über unsere Zuwendung freut.

Wenn einer fällt, hilft der andere auf. Wenn die Seele friert, dann nimmt der andere sie mit seinem Trost und Dasein in die Arme und wärmt. Und wenn wir im Leben an Grenzen stoßen, dann ist Gott da wie ein Fels in der Brandung. Sich gemeinsam an Gott wenden, gemeinsam auf dem Felsen stehen, das macht die Beziehung stark.

Autor: Gabriele Waechter
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