Psalm 8 – Ich staune

Wow!
- Wann hast du das letzte Mal mit kindlicher Neugier reagiert?
- Mit Verwunderung oder Faszination?
- Wann hast du das letzte Mal gestaunt
Staunen – einen kurzen Moment hältst du inne, hältst die Luft an und siehst etwas oder jemanden mit ganz neuen Augen. Unerwartet. Ungewöhnlich. Wunderschön.
Staunen – ist der Motor der Erkenntnis. Wer staunt will mehr darüber wissen, dankt darüber nach, will verstehen und anwenden. Entdecker, Forscher, Poeten sind aus diesem Holz geschnitzt, so beschreiben es Aristoteles und Platon.
Staunen reißt uns aus dem Alltagstrott und ist eng mit Freude verbunden. Studien belegen, dass Staunen nicht nur glücklich, sondern auch mitfühlender und rücksichtsvoller macht.
Also, worauf wartest du? Tank auf. Drück den Reset-Knopf. Staune und komm ins Hier und Jetzt, entdecke die Komplexität und einzigartige Schönheit der Schöpfung. Fotografieren ist eine geniale Hilfe, durch die Objektive sieht man die Dinge auf eine Art und Weise, wie man sie noch nie zuvor wahrgenommen hat.
Mein Mann ist ständig unterwegs, um neue Entdeckungen zu machen. Sehr oft bin ich dabei und nicht selten staune ich. Und ich staune darüber, wie gut es mir tut.
Ich blicke zum Himmel und sehe, was deine Hände geschaffen haben: den Mond und die Sterne – allen hast du ihren Platz zugewiesen. Was ist da schon der Mensch, dass du an ihn denkst? Wie klein und unbedeutend ist er, und doch kümmerst du dich um ihn. Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als die Engel, ja, mit Ruhm und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihm den Auftrag gegeben, über deine Geschöpfe zu herrschen. Alles hast du ihm zu Füßen gelegt. Psalm 8,4-7 (HFA)
Hier und Jetzt, der Achtsamkeitstrend scheint dem Buddismus entlehnt, doch in der Zeit als die Bücher des Alten Testamentes der Bibel geschrieben wurden, war das praktischer Alltag der Menschen. In dieser Epoche lebten die Menschen in enger Verbindung mit der Natur. Tiere und Pflanzen offenbaren Gottes Weisheit. Sie haben auf den Lauf der Sonne geachtet, den Stand der Sterne geprüft, … sie waren von Gottes Fürsorge abhängig, der das Wetter beeinflussen kann.
Die Menschen waren Schafzüchter, Maulbeerfeigenbauern, Winzer, Kornbauern. Sie verstanden die Natur und ihre Zeichen. Abraham bewunderte die unendliche Weite des Sternenmeeres. Im Buch der Könige wird von Salomon berichtet, der über die gesamte Pflanzen- und Tierwelt schrieb.
Jesus hat die Natur geliebt. Er nutzt sie auch als Lehrbuch. Weinstock und Reben. Weizen und Unkraut. Senfkorn. Sand und Felsen. Vögel und Lilien. Uvm steht in den Evangelien. In Psalm 8 beschreibt David sein Staunen. Dieser Psalm begleitet mich schon viele Jahre. Eine Lehrerin ließ mich eine Passage davon auswendig lernen, ich glaube sie wollte mir zeigen, wie schön die Schöpfung ist und wie wertvoll (nicht wie minderwertig!) ich in Gottes Augen bin.
Ich staune.
Bitte nimm dir ein paar Minuten und hör dir mein Lied an:

Autor: Gabriele Waechter
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