Lass mir Flügel wachsen

Lass mir Flügel wachsen

Ein Schrei zu Gott. Ein Schrei um neue Kraft. Ich hoffe auf ihn.

Die Bibel verspricht, wenn wir das tun, dann werden uns Flügel wie einem Adler wachsen, wir werden uns wieder aufschwingen können und fliegen.

Aber alle, die ihre Hoffnung auf den HERRN setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft.
(HFA Jesaja 40,31)

Wie kam es zu dieser Erschöpfung?

Kennst du sie auch?  – Sie haben immer etwas auszusetzen, können nicht ertragen das andere auch etwas gut oder sogar besser können als sie. Sie täuschen, integrieren, grenzen aus und schweigen, wo sie die Wahrheit reden sollten. Und wenn sie doch die Wahrheit sagen, dann nur, um sie so darzustellen, dass es ihrem Selbstbild schmeichelt.

Sie geben sich schwach, um an deine Hilfsbereitschaft und dein Mitgefühl zu appellieren.  Wenn sie haben, was sie wollen, machen sie dich klein mit Schuldgefühlen, Anschuldigungen und Lügen. Du sollst ein Niemand sein, damit sie Jemand sind.

Die Außenwirkung ist ihnen wichtig, nach außen dürfen ausschließlich sie glänzen. Sie blockieren dich, stören deine Vorhaben, lassen dich auflaufen und im Stich. Tauchen unvermittelt ab, sind unerreichbar, drohen mit Ärger und Anwalt, statt Verantwortung zu übernehmen und mit anzu-packen. Und sie haben nie Schuld.

Natürlich hätten sie alles besser gemacht und wissen auch alles viel besser. Sie fühlen sich im Recht. Sind über allem erhaben. Produzieren Chaos. Wollen schaden. Gelingt es, sind sie für kurze Zeit befriedigt.

Ihre Seele ist wund und findet keine Ruhe. Bitterkeit konnte keimen und rankt bis in die tiefsten Tiefen und durchdringt alle Gedanken und Gefühle, ihre Ranken würgen alles Gute ab. Zurück
bleibt der Böse Blick. Neid und Eifersucht. Rivalität bis hin zum bewussten Zerstören.

Gott gab mir die Kraft zu Vergeben. Ich muss mich auch nicht rächen für all das Unrecht und Unheil.
Das ist Gottes Angelegenheit.

Blut ist dicker als Wasser, so heißt es, doch das war in unserer Familie nie der Fall. Leider.

8 Jahre Kampf, ungewollt, gegen Krankheit, Tod, Ungerechtigkeit und Neid. Gott stellte mich ihr zum Schutz an die Seite. Doch am Ende blieb nur verbrannte Erde. Alles ist kaputt.

Mama ist nun in ihrer Bestimmung, sie ist daheim bei Jesus. Der Weg dorthin war leidvoll, für mich, aber noch viel viel leidvoller für sie. In dem Song „Gekrönt“ habe ich einiges verarbeitet und in dem Blogbeitrag, der die Story zu „Gekrönt“ beschreibt.

Nach ihrem Schlaganfall habe ich Mama begleitet bis hin zur Tür des Himmels, sie ging in meinen Armen heim zu Gott. Mein Trost.

Ich bin leer und schreie zu Gott um neue Lebensfreude und Lebensenergie, bin entsetzlich müde und alles fühlt sich so taub an. Ich habe alles gegeben. Es war ein Kampf um ihre Seele.

Mein Körper ist immer noch fertig. Es gibt Tage, da tut buchstäblich alles und jeder Schritt weh. Und wenn Erinnerungen hochkommen, wünsche ich mir oft nichts sehnlicher als Flügel eines Adlers zu haben, um alles aus der Ferne sehen zu können, damit es nicht mehr so weh tut. Der Körper merkt sich alles, Trauma, Gewalt, er kann die eingefrorene Energie der Bedrohung nicht so einfach loslassen.

Alles in mir sehnt sich nach Frieden der höher ist als alles, was wir Menschen kennen. Nicht mehr Krieg. Shalom. Frieden, der von unserem heiligen Gott selbst kommt und jede Zelle und jede Faser des Seins erfüllt.

Ich will nach vorne schauen und mich wieder in Lebensfreude erheben können, das ist mein Gebet.
Alleine schaffe ich es zurzeit nicht, aber mit Gottes Hilfe wird es wieder so sein.

Das ist die Story um „Lass mir Flügel wachsen“.



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